WetterLetter … oder … Brotschi-Wettert
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Im Norden der USA, im Grenzgebiet zu Kanada, sind die Großen Seen inzwischen zu rund 80 Prozent zugefroren. Wiederholt sanken die Temperaturen dort weit unter minus 30 Grad. Schon jetzt gilt dieser Winter in Nordamerika als der kälteste seit Jahrzehnten.

Die neue Kältewelle erreicht am Wochenende ihren Höhepunkt: Weiten Teilen Kanadas und dem Norden der USA stehen dann erneut extreme Temperaturen weit unter -30° bevor, selbst in New York sind nochmals zweistellige Minusgrade zu erwarten. Das strenge Frostwetter wird wohl noch bis weit in den März hinein andauern. Alle Hoffnungen auf einen baldigen Frühlingsstart liegen damit in Nordamerika erst einmal noch für längere Zeit im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis.

Quelle: Wetteronline

 


Einer der grössten Gletscherabbrüche, der je gefilmt wurde:

 


Vorher und nachher schön und recht mild – aber während dem: Nass-Schmuddelig. So könnte man die Fasnachtszeit wettermässig umschreiben. Auf der Grafik erkennt man die Temperatur für die nächsten Tage auf rund 1500m Höhe. Diese sinkt bis am 4. März kontinuierlich um sich dann anschliessend wieder zu erholen. Auch der Niederschlag ist anfangs recht gut ausgebildet, um  dann eher abzunehmen. Am Sonntag/Montag könnte es also ganz gut ein paar Flocken bis runter geben.

 

 

 

Dieser Trend ist umso genauer, je näher alle Linien beieinander sind. Ab März wird die Sache also relativ unsicher. Allen Narren und Närrinnen dennoch eine schöne Fasnacht.

 


Landauf landab wird jetzt der Frühling verkündet. Primeln werden in Kaufhäusern schon mit 30% Rabatt verkauft, als wäre der Frühling schon VORBEI! Man kann es also in dieser Hinsicht wirklich übertreiben. Aber frgen wir uns doch mal konkret: Ist der Winter wirklich schon vorbei – auch wenn am 1. März der meteorologische Frühling beginnt?

 

Denkste!

 

Einige Beispiele gefällig?

 

26. März 2013, Schweizer Mittelland

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9. April 2003

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17. April 2005

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Alle Fotos vom Schweizer Mittelland, Region Solothurn, ca. 440 müM

 

Auch wenn es im Moment nicht danach ausschaut und heute ein wirklich prächtiger Vorfrühlingstag ansteht, den man schlicht geniessen MUSS… Die Wetterlage kann sich plötzlich ändern. Sprich, wir könnten in eine Nordwest, oder gar Nordlage geraten, dass uns die Ohren vor nächtlicher Kälte wackeln würden. Das würde zwar winterteschnisch keinen Sinn mehr machen, da die Sonne viel zuviel Kraft hat und kaum würde sie hervorgucken, würde alles zu tropfen beginnen…. aber möglich wäre es. Und diese Möglichkeit schätzen wir sogar als sehr hoch ein.

 


Am Montag wird es voraussichtlich schön und recht mild für die Jahreszeit. Wer also kann: Einen freien Tag einschieben und raus. Danach kehrt wieder das ungeliebte Einerlei ein: Weder Winter noch Frühling. Auf Anfang März schauts sogar nach Pflotsch bis ins Mittelland aus.

Für alle, die dieses Wetter nicht mögen, hier ein Film aus Island, der gestern gedreht wurde: Wunderbares Nordlicht.

 


Unspektakuläre 67.5 kmh haben wir am 13.2.2014 hier in Lüterkofen gemessen. Und dennoch hat es ca. 1,5 km Luftlinie entfernt in einem Waldstück Bäume abgeräumt. Bei der heutigen Besichtigung haben wir ein paar Fotos gemacht:

 

 

Die Ursache des doch recht grossen Schaden dürfte in der Verecnung des Tals liegen. Der „Düseneffekt“ muss an der Waldnase vorbei und hat dort offenbar kräftige Wirbel verursacht, denen die Bäume nicht Stand gehalten haben.

 

verdreht und gebrochen

 


Aktuelle Schnee-Twitterinformation
New York Today:
Snowstorm Number 14
(http://nyti.ms/1m4SldU )
pic.twitter.com/lnseNt31KS

NY erneut im Schnee

Und selbst auf den Kanarischen Inseln!

Schnee auf den kanarischen Inseln

 

 


Bei Umfragen zum Thema „Vertrauen in Berufsausübende“ schneiden Politiker quasi immer am schlechtesten ab. Dicht gefolgt von Versicherungsagenten und Immobilienmaklern. Es scheint nun, als ob diese 3 Sparten demnächst grobe Konkurrenz aus dem Medienlager erhalten würden!
Selten haben sich nämlich sogenannte „Langfristspezialisten“ bei den Winterprognose derart verhauen, wie im Winter 2013/2014. Bei den Muotathaler Wetterschmöckern sind zum Beispiel offenbar die Schnecken schuld, dass die Prognose in die Hosen ging. Bei unserem „Supermeteorologen“ D. Jung scheint sich Alzheimer einzuschleichen, denn er machte sich noch nie die Mühe, all seine Schrottprognosen irgendwie zu kommentieren oder gar zu entschuldigen. Nein, jede Saison gibt er wieder von Neuem seinen Senf dazu und die Medien drucken das offenbar noch so gerne ab.

Und da sind wir beim Thema: Die Medien!
… und wir denken da im Speziellen an die Printmedien mit angeschlossenem Onlineportal. Nein, da wird offenbar nicht mehr recherchiert und verifiziert, geschweige denn überlegt. Da wird nur noch cut-n-paste gemacht.

Dicke Lettern beim Focus:

Der Winter ist vorbei – und kommt auch nicht zurück.

Das war’s dann wohl: Der Winter verabschiedet sich, ohne richtig dagewesen zu sein. „Es sieht so aus, als sei es das gewesen“, sagte Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. „Da kann nicht mehr viel nachkommen.“ Im Großen und Ganzen seien die vergangenen Wochen zu mild gewesen, zu frostarm und natürlich habe es zu wenig geschneit für einen gewöhnlichen Winter.

Die Welt.de legt noch einen obendrauf:

Nächste Woche noch einen Tick wärmer

Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net bescheinigt den Trend hin zum Frühling. „Das für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Wetter geht in den kommenden Tagen munter weiter. Die Höchstwerte liegen mit Werten knapp über zehn Grad in vielen Regionen im zweistelligen Bereich“, so Jung.

Aha!

Ausgerechnet unser Dominik Jung, der uns im Herbst einen „sibirischen Jahrhundertwinter“ (!) prognostiziert hat, spricht nun von „noch wärmer“…

Wir würden meinen, dann verhält es sich genau umgekehrt! Wenn Jung „warm“ sagt, dann wirds kühler. Und der Blick in die Trends bestätigt das: Prinzipiell gehts eher bergab um sich dann auf nasskaltem Niveau zu stabilieiseren. Einen „Trend hin zum Frühling“ sehen wir absolut nicht – ausser dass die Tage länger werden.

Soviel also zur journalistischen Seriosität unserer Medien.

P.S: Am meisten Vertrauen hat man übrigens im Allgemeinen zu Feuwerwehrmännern!


Unmengen von Schnee am Mount Kanin in Slowenien. Der Skilift ist komplett eingeschneit.

Link zum Standort, google Maps:  https://goo.gl/maps/HRjz1

Deep snow @ Mt. Kanin, Slovenia. That is ski lift covered by thick snow. No further comment needed.

Source: Igor Zlodej  /  https://www.facebook.com/severeweatherEU

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Die Überschwemmungen in Südengland nehmen dramatische Formen an. Seit Beginn der meteorologischen Statistiken aus dem Jahr 1776 hat es in Großbritannien keinen so nassen Winter gegeben.

Auch diese Woche wird es in England keine richtige Trockenphase geben.  Wiederum werden je nach Region 60 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. Das ist extrem viel, wenn der Boden bereits komplett durchnässt ist – und für die bereits überschwemmten Gebiete sowieso.

20140216 niederschlagssumme GB



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